Hafen in Hamburger Hand behalten – FDP Hamburg warnt vor schleichendem Ausverkauf an China!
Angesichts der jüngsten Berichte über den geplanten Einstieg des chinesischen Staatskonzerns Cosco beim Hamburger Logistik-Spezialisten Konrad Zippel warnt die FDP Hamburg eindringlich vor einem strategischen Kontrollverlust über die kritische Infrastruktur der Hansestadt. Während die Welt auf die großen Terminals blickt, kauft sich der chinesische Staat über die Hintertür systematisch in die logistischen Kapillaren unseres Hafens ein.
Finn Ole Ritter, Landesvorsitzender der FDP Hamburg, erklärt hierzu:
„Der Hamburger Hafen darf nicht Stück für Stück zur Manövriermasse Pekings werden. Was wir hier erleben, ist eine Salami-Taktik in Reinform: Nachdem sich Cosco bereits gegen massiven Widerstand am Terminal Tollerort eingekauft hat, greift der Staatskonzern nun nach den nächsten Gliedern der Logistikkette. Wenn wir zulassen, dass nicht nur die Kaikanten, sondern auch die Hinterland-Logistiker unter die Kontrolle eines systemischen Rivalen fallen, geben wir die Souveränität über unsere eigenen Handelswege auf. Hamburg darf nicht durch die Hintertür in fremde, autoritäre Hände geraten!“
Die FDP Hamburg sieht in der geplanten Übernahme von 80 Prozent der Anteile an der Spedition Zippel eine gefährliche Fortsetzung der chinesischen Expansionsstrategie. Ritter kritisiert insbesondere die Passivität der Hamburger Politik:
„Wir fordern die Hamburger Wirtschaftsbehörde unter Senatorin Melanie Leonhard auf, endlich ihre Naivität abzulegen. Es reicht nicht, nur die großen Infrastrukturprojekte zu prüfen – die Sicherheit unseres Hafens entscheidet sich auch in der Logistik und im Hinterland. Hamburg muss ein wehrhafter Wirtschaftsstandort bleiben und kein Ausverkaufsladen für staatsgesteuerte Konzerne sein.“
Die FDP Hamburg richtet zudem einen deutlichen Appell an die Bundesebene und die Kontrollinstanzen:
1. An die Wirtschaftsbehörde Hamburg: Die Hansestadt muss ihre Standortinteressen proaktiv gegen einseitige Abhängigkeiten verteidigen.
2. An den Maritimen Koordinator des Bundes, Dr. Christoph Ploß: Es braucht eine schnelle und konsequente Umsetzung der nationalen Hafenstrategie, die den strategischen Aufkauf von Logistik-Dienstleistern durch Drittstaaten konsequent unterbindet.
3. An das Bundeskartellamt: Die Wettbewerbshüter müssen diesem Treiben SOFORT ein Ende bereiten. Marktwirtschaft funktioniert nur unter Gleichen – gegen einen hochsubventionierten Staatskonzern wie Cosco, der politische Ziele verfolgt, ist der faire Wettbewerb ausgehebelt.