FDP Hamburg: Olympia & Paralympics sind eine große Chance für die ganze Stadt – JA zur Bewerbung

Anlässlich der Aktuellen Stunde der Bürgerschaft zur Bewerbung für die olympischen und paralympischen Sommerspiele erklärt der Landesvorstand der FDP Hamburg:

Wir Freie Demokraten wollen Spiele, die wirtschaftlich solide, ökologisch verantwortbar und demokratisch legitimiert organisiert sind. Das vorliegende Bewerbungskonzept für die Ausrichtung olympischer und paralympischer Sommerspiele 2036, 2040, 2044 bietet dafür gute Voraussetzungen. Mit Hamburg als Gastgeber kann Deutschland gewinnen. Die Spiele beschleunigen als Leitprojekt nachhaltig die Entwicklung unserer Stadt, wenn das Konzept nach dem Zuschlag konsequent umgesetzt wird. Es verbindet die Entwicklung des Spitzen- und Breitensports mit der notwendigen Modernisierung der Infrastruktur in unserer Stadt. Deshalb empfiehlt der Landesvorstand die Zustimmung zur Bewerbung beim anstehenden Referendum. Der Landesparteitag wird am 18. April über diese Empfehlung entscheiden.

Finn Ole Ritter, Landesvorsitzender der FDP Hamburg zu den Argumenten für das JA zur Bewerbung:

"Die ganze Stadt präsentiert sich bei den Spielen. Das weltgrößte Sportereignis in unserer schönen Stadt wird die internationale Bekanntheit Hamburgs als Wirtschaftsmetropole und Sportstadt dauerhaft steigern. Spitzensport und Breitensport werden gleichermaßen gefördert. Das Konzept sieht die Modernisierung der bestehenden Sportanlagen vor und macht Hamburg als Sportstadt wettbewerbsfähiger. 

Der Zuschlag für die Spiele kann die Realisierung des geplanten U- und S-Bahnbaus beschleunigen, wenn der Bund sein Versprechen zur bevorzugten Förderung der Infrastruktur einlöst. Nur so können der Bahnhof, der Flughafen und das Bahnnetz den olympischen Spitzen standhalten.

Die Kosten zur Durchführung der Spiele sind nach dem Vorbild der erfolgreichen Spiele in Paris aus dem Jahr 2024 vorsichtig kalkuliert. Die Bundesregierung hat sich im Unterschied zu 2015 zur gemeinsamen finanziellen Verantwortung für die Ausrichtung der Spiele bekannt. Die Durchführung der Spiele wird nach Auswahl der Ausrichterstadt ein gesamtdeutsches Projekt. Der Bund wird nach dem Zuschlag Prioritäten für die Förderung der Infrastruktur in der Ausrichterstadt setzen. Wenn Hamburg gewinnt, gehen diese Mittel in den Norden.

Unsere Unterstützung steht jedoch unter klaren Erwartungen: Die Spiele müssen sicher sein. Insoweit sind die internen Sparüberlegungen des Senats für Polizei und Feuerwehr kontraproduktiv und sofort zu stoppen. Sie schaden der Glaubwürdigkeit der Bewerbung. Die frühestmögliche Einstellung der finanziellen Zusagen des Bundes in dessen Haushaltsplanungen ist für eine rechtzeitige Planungssicherheit essentiell. Die vollständige Transparenz ist unabdingbar bezüglich sämtlicher Kostenplanungen, der Vertragsgestaltungen der Stadt und hinsichtlich der Projektvergaben."