FDP: Hamburg muss bei Long COVID und ME/CFS endlich handeln
UKE-Ambulanz ermöglichen – Nachbarschaftshilfe entbürokratisieren
Die FDP Hamburg fordert den Senat auf, das geplante Kompetenzzentrum für Long COVID und ME/CFS am UKE endlich zügig und vollständig umzusetzen. Der in dem heutigen Bürgschaftsantrag (Drucksache 23/4939) geforderte Senatsbericht bis zum 31.12.26 ist ambitionslos und lässt Betroffene weiter warten.
„Seit zwei Jahren fordert die FDP ein Kompetenzzentrum am UKE. Noch immer werden zehntausende ME/CFS Patienten in Hamburg nicht optimal versorgt, und die Hausärzte sind auf sich gestellt. Der Antrag in der Bürgerschaft ist kein Fortschritt, das ist ein Beweis für verlorene Zeit. Erkrankte leiden jeden Tag und können nicht noch Jahre auf funktionierende Strukturen warten. Wer Spitzenmedizin fördern und Betroffenen helfen will, muss auch den Mut haben, neue Versorgungsmodelle zu etablieren und Innovation konsequent voranzutreiben.“, sagt Finn-Ole Ritter, Landesvorsitzender der FDP Hamburg.
Auch bei der Nachbarschaftshilfe sieht Ritter unnötige Hürden: „Wir haben Menschen, die bereit sind, kranke und pflegebedürftige Nachbarn zu unterstützen – und machen es ihnen unnötig schwer. Es braucht hier eine Entbürokratisierung.”
Die FDP rückt neben der Hilfe für Betroffene auch die Kosten in den Fokus:
“Gesundheitspolitik muss auch bedeuten, unnötige Kosten zu vermeiden.” Daher müsse das UKE die Möglichkeit erhalten, "eine spezialisierte ambulante Versorgung anzubieten, damit Patienten im Zweifel nicht immer wieder unnötig bei neuen Fachärzten auf der Suche nach Hilfe landen. Eine gute Versorgung am richtigen Ort ist nicht nur besser für die Betroffenen – sie kann auch Geld sparen.“, so Ritter.