Die FDP will es wissen: Elbtower – wie sieht er aus, der "geschrumpfte Olaf"?
Zur Aktuellen Stunde in der morgigen Sitzung der Bürgerschaft sagt der Landesvorsitzende der FDP Hamburg, Finn Ole Ritter:
„Eigentlich kann man zur Rettung des Elbtowers gratulieren. Denn erst das beharrliche Engagement des Hamburger Immobilienentwicklers Dieter Becken und seiner Mitstreiter sowie die geplante Ansiedlung des neuen Naturkundemuseums im Elbtower-Sockel haben dies ermöglicht.
Jetzt ist eine konsequente Umsetzung gefordert: Der Elbtower muss aus dem Dornröschenschlaf geholt werden. Wer olympische Spiele ausrichten will, kann sich keine Bauruine leisten. Nach Jahren des Stillstands haben die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt jetzt ein Recht darauf zu erfahren, wie der geschrumpfte Olaf zukünftig aussehen soll.
Angesichts der sonst so beharrlichen Regelungswut der Stadtentwicklungsbehörde ist es erstaunlich, wie einfach die Proportionen des Chipperfield-Entwurfs so massiv verändert werden konnten. Die baurechtliche Zulässigkeit ist wohl unbestritten, aber zwölf Geschosse weniger sind kein Detail, sondern ein erheblicher Eingriff in das Projekt. Dass diese Schrumpfung nun mit wirtschaftlicher Optimierung begründet wird, wirft Fragen auf – denn normalerweise verschlechtert weniger Fläche die Wirtschaftlichkeit einer Immobilie.
Auch die mögliche Befangenheit einer städtischen Beraterin muss aufgeklärt und möglichst ausgeräumt werden.
Wir erwarten vom Senat klare Antworten in der Aktuellen Stunde.“