Aktuelle Stunde zu Olympia-Aus: Olympia-Nein ist Misstrauensvotum gegen Rot-Grün – kein ‚weiter so‘ nach roter Karte für den Senat

Anlässlich der morgigen Aktuellen Stunde der Hamburgischen Bürgerschaft zur Ablehnung der Hamburger Olympiabewerbung erklärt Finn Ole Ritter, Landesvorsitzender der FDP Hamburg:

„Das klare Nein der Hamburgerinnen und Hamburger ist eine weitere krachende Niederlage für den rot-grünen Senat. Damit haben die Bürgerinnen und Bürger dem Senat erneut das Misstrauen ausgesprochen. Die Stadt ist in dieser Frage tief gespalten, das Vertrauen in die politische Führung Hamburgs ist nachhaltig erschüttert. Nach dieser roten Karte für Bürgermeister Tschentscher und Sportsenator Grothe darf es kein ‚weiter so‘ geben.
Die morgige Aktuelle Stunde muss genutzt werden, um die politischen Konsequenzen aus diesem Votum offen zu diskutieren. Der Senat darf jetzt nicht einfach zur Tagesordnung übergehen. Stattdessen muss er bis zum Sommer Klarheit darüber schaffen, welche politischen und finanziellen Prioritäten für die großen Infrastrukturprojekte der Stadt gelten sollen. Dabei darf es keine Ausweitung der Schulden geben. Ebenso wird der Senat nicht umhinkommen, unvermeidliche Sparmaßnahmen bei den laufenden Ausgaben zu beschließen.

Die Ablehnung der Bewerbung bedeutet jedoch keineswegs das Ende der Sportstadt Hamburg. Im Gegenteil: Wenn das Active-City-Konzept gemeinsam mit den Akteuren des Sports konsequent weiterentwickelt wird, kann Hamburg auch künftig eine führende Sportstadt in Deutschland bleiben. Breitensport, Vereinsförderung und die Modernisierung der Sportinfrastruktur müssen weiterhin konsequent vorangetrieben werden.

Unser ausdrücklicher Dank gilt dem engagierten Projektteam sowie den mehr als 400 Volunteers, die sich mit großem Einsatz und Leidenschaft für die Bewerbung eingesetzt haben. Ihr Engagement verdient Respekt und Anerkennung – unabhängig vom Ausgang des Bürgerentscheids.“