Olympia & Paralympics in Hamburg – Eine große Chance für die ganze Stadt
Hamburg ist ein international anerkannter Gastgeber sportlicher Großveranstaltungen.
Internationale Ereignisse wirken über den Tag hinaus in unsere Gesellschaft hinein. Wir Freie Demokraten wollen eine Rückbesinnung auf traditionelle Werte der Organisation und Durchführung von Sportgroßereignissen – ökonomisch, ökologisch, humanitär und
nachhaltig.
Die Vergabe der Großereignisse muss demokratisch legitimiert und transparent ablaufen. Wir Freie Demokraten unterstützen jede Bewerbung Hamburgs, die von diesem Grundsatz getragen ist und die Bevölkerung einbezieht. Dies gilt auch für eine deutsche Bewerbung mit Hamburg als Gastgeber Olympischer Sommerspiele.
Wir Freie Demokraten wollen Spiele, die wirtschaftlich solide, ökologisch verantwortbar und demokratisch legitimiert organisiert sind. Das vorliegende Bewerbungskonzept für die Ausrichtung olympischer und paralympischer Sommerspiele 2036, 2040, 2044 bietet dafür die Voraussetzungen. Mit Hamburg als Gastgeber kann Deutschland gewinnen. Die Spiele beschleunigen nachhaltig die Entwicklung unserer Stadt, wenn das Konzept nach dem Zuschlag konsequent umgesetzt wird. Es verbindet die Entwicklung des Spitzen- und
Breitensports mit der notwendigen Modernisierung der Infrastruktur.
Wir Hamburger Freie Demokraten empfehlen die Zustimmung zur Bewerbung beim Referendum am 31. Mai 2026.
Dafür gibt es gute Argumente:
- Die ganze Stadt präsentiert sich bei den Spielen. Das weltgrößte Sportereignis in unserer schönen Stadt wird die internationale Bekanntheit Hamburgs als Wirtschaftsmetropole und Sportstadt dauerhaft steigern.
- Spitzensport und Breitensport werden gleichermaßen gefördert. Das Konzept sieht die Modernisierung der bestehenden Sportanlagen vor und macht Hamburg als Sportstadt wettbewerbsfähiger. 100 Sportanlagen werden als Trainingsstätten für die Spiele ertüchtigt. Die Einrichtungen der temporär vorgesehenen Sportstätten werden nach den Spielen an anderen Orten in der Stadt weiter genutzt. Dies kommt vor allem den Sportvereinen zugute.
- Die Modernisierung der Verkehrswege ist vorgesehen. Der Zuschlag für die Spiele kann die Realisierung des geplanten U- und S-Bahnbaus beschleunigen, wenn der Bund sein Versprechen zur bevorzugten Förderung der Infrastruktur einlöst. Nur so können der Bahnhof, der Flughafen und das Bahnnetz den olympischen Spitzen standhalten. Alle olympischen Verkehre werden mit ÖPNV und Shuttlediensten abgewickelt. Auf exklusive Olympic Lanes wird verzichtet. Damit bleibt die Stadt zugänglich.
- Das Konzept sieht eine Kette von Parks vom Volkspark bis Allermöhe vor, die dem Stadtklima dienen und neue Flächen dauerhaft für Freizeitnutzungen schaffen.
- Die Neubauten Leichtathletikstadion (nach den Spielen Umbau zum Fußballstadion) und Sportdome werden privatwirtschaftlich errichtet und betrieben und nach den Spielen dauerhaft multifunktional genutzt.
- Die Kosten zur Durchführung der Spiele sind nach dem Vorbild der erfolgreichen Spiele in Paris aus dem Jahr 2024 vorsichtig kalkuliert.
- Die Bundesregierung hat sich im Unterschied zu 2015 zur gemeinsamen finanziellen Verantwortung für die Ausrichtung der Spiele bekannt. Die Durchführung der Spiele wird nach Auswahl der Ausrichterstadt ein gesamtdeutsches Projekt. Der Bund wird nach dem Zuschlag Prioritäten für die Förderung der Infrastruktur in der Ausrichterstadt setzen. Nur wenn Hamburg gewinnt, gehen diese Mittel in den Norden.
- Das IOC unterliegt einem Kulturwandel: Seit den Pariser Spielen sind alle Verträge und die sich daraus ergebenden Verpflichtungen, Garantien und Haftungsregelungen einsehbar. Dieser Maßstab gilt auch für Hamburg.
Unsere Empfehlung steht jedoch unter klaren Erwartungen und wird durch diese bedingt:
- Die Spiele müssen sicher sein. Insoweit sind die internen Sparüberlegungen des Senats für Polizei und Feuerwehr kontraproduktiv und sofort zu stoppen.
- Die frühestmögliche Einstellung der finanziellen Zusagen des Bundes in dessen Haushaltsplanungen ist für eine rechtzeitige Planungssicherheit essentiell.
Die vollständige Transparenz ist unabdingbar bezüglich sämtlicher privater Projektvergaben, Vertragsgestaltungen der Stadt, auch gegenüber dem Bund, anderen Bundesländern, dem DOSB und dem IOC, inkl. aller Kostenplanungen und Zwischenständen.