Keine Pflicht zur elektronischen Arbeitszeiterfassung
Die FDP setzt sich auf nationaler wie europäischer Ebene dafür ein, dass kleine Unternehmen nicht durch unverhältnismäßige Vorgaben zur elektronischen Arbeitszeiterfassung belastet werden. Wir wollen eine Arbeitswelt, die auf Vertrauen, Eigenverantwortung und Freiheit setzt – nicht auf pauschale Misstrauensbürokratie. Deshalb fordern wir:
- Keine generelle Pflicht zur elektronischen Arbeitszeiterfassung für Betriebe unter 50 Mitarbeitenden. Kleine Unternehmen sollen weiterhin selbst entscheiden können, ob sie einfache und kostengünstige Dokumentationsformen – etwa handschriftliche Aufzeichnungen oder Excel-Tabellen – nutzen.
- Eine flexible und differenzierte Ausgestaltung der Arbeitszeiterfassung, die moderne Arbeitszeitmodelle wie Vertrauensarbeitszeit schützt statt verhindert. Gesetzliche Vorgaben müssen klare, aber praxistaugliche Rahmenbedingungen bieten.
- Eine gesetzliche Klarstellung zur Verhältnismäßigkeit, insbesondere für Betriebe mit geringem Risiko für Arbeitszeitmissbrauch. Wo direkte Arbeitsverhältnisse und kurze Entscheidungswege bestehen, darf der Gesetzgeber nur einen minimalen Erfassungsaufwand erwarten.
- Eine verbindliche KMU-Folgenabschätzung für alle zukünftigen Regelungen zur Arbeitszeiterfassung, um bürokratische Belastungen frühzeitig zu erkennen und zu vermeiden.
Kleine und mittlere Unternehmen – vom Handwerk über den Einzelhandel bis zur Kreativwirtschaft – leben von Flexibilität und Vertrauen. Eine starre Pflicht zur elektronischen Dokumentation würde hohe Kosten, unnötige Bürokratie und einen Bruch mit gewachsenen Arbeitskulturen bedeuten. Der zusätzliche Aufwand steht in keinem Verhältnis zum tatsächlichen Nutzen.
Wir Liberale setzen auf Freiwilligkeit statt Zwang, auf Vertrauen statt Misstrauen und auf eine Arbeitswelt, die sich an den Realitäten des Mittelstands orientiert. Unser Ziel ist klar: Mehr Freiheit und weniger Bürokratie für die Betriebe, die unser Land tragen.